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Trockene Pfoten

Sehr geehrte Damen und Herren,

nicht nur die Bewohner zahlreicher Städte und Gemeinden leiden derzeit unter der aktuellen Hochwasser-Katastrophe, sondern auch viele Tierheime sind von den Wassermassen betroffen. Tierheime, die größtenteils schon zuvor am Rand des Existenzminimums existierten, benötigen nun dringend finanzielle Hilfe für die notwendigen Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten bzw. den Wiederaufbau. Die Schäden der Flut sind dramatisch und von den Tierschützern nicht mehr aus eigener Kraft zu schultern.

Zugunsten notleidender Tierheime in den Hochwassergebieten hat TASSO die Aktion „Trockene Pfoten“ gestartet. Unter www.tasso.net/trockene-pfoten können sich betroffene Tierheime mit ihren Kontakt- und Kontodaten als Spendenempfänger eintragen. Damit haben Tierfreunde, die unsere Webseite besuchen die Möglichkeit, Spenden direkt an die aufgelisteten Tierheime zu überweisen. Die Spenden kommen auf diese Weise schnell und ohne bürokratischen Aufwand zu 100% bei den jeweiligen Tierheimen an.

Zusätzlich wird die Aktion „Trockene Pfoten“ über die Presse, den TASSO-Newsletter mit mehreren hunderttausend Empfängern und die TASSO- Facebook-Seite verbreitet.

Darüber hinaus unterstützt TASSO selbst die auf der Webseite eingetragenen Tierheime mit dem Erlös aus der großen Fotoaktion „Sommer 2013“, die am 20. Juni startet. Bei diesem Wettbewerb können fotobegeisterte Tierfreunde ihre Lieblingsbilder einsenden, TASSO überweist für jedes eingesandte Foto einen Euro an die Tierheime.

In der Hoffnung, dass die Aktion „Trockene Pfoten“ ein Erfolg für die hochwassergeschädigten Tierheime wird und alle vierbeinigen Bewohner in Kürze wieder ihre Quartiere beziehen können, verbleibe ich

mit tierschützerischen Grüßen

Philip McCreight
(Leiter TASSO)

 

Gute Nachrichten

Die Online-Petition „Tierärzte gegen Zoophilie“, die wir auf der rechten Seite unserer Homepage verlinkt haben, hat etwas erreicht:

Endlich. Wir haben etwas erreicht!

Dank Ihrer Unterstützung konnten wir weit über 10.000 Stimmen allein mit unserer Petition für die Forderung zur Gesetzesänderung sammeln. Unsere sowie viele andere Petitionen wurden dem Bundestag nun vorgelegt und nachdem die Politiker im Mai 2012 noch vehemente Absagen erteilt haben und keinen Handlungsbedarf im Verbot der Sodomie sahen, haben sie Ende des Jahres 2012 nun doch ihre Meinung geändert:

 

§ 3 des Tierschutzgesetzes wird wie folgt geändert: Es ist verboten,
Folgende Nummern werden angefügt:
12. ein Tier als Preis oder Belohnung bei einem Wettbewerb, einer Verlosung, einem Preisausschreiben oder einer ähnlichen Veranstaltung auszuloben,
13. ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen.“

Begründung:

Die Ergänzung einer Nummer 13 in § 3 des Tierschutzgesetzes greift das Anliegen des Bundesrates auf, ein Verbot zoophiler Handlungen zum Schutz des Wohlbefindens von Tieren in das Tierschutzgesetz aufzunehmen, um Tiere vor artwidrigen Übergriffen zu schützen. Sexuelle Handlungen von Menschen an Tieren sind geeignet, den Tieren regelmäßig
zumindest Leiden im Sinne des Tierschutzrechts zuzufügen, da hierdurch die Tiere zu einem artwidrigen Verhalten gezwungen werden. Ein solches artwidriges Verhalten kann zum Beispiel in der Duldung einer sexuellen Handlung durch einen Menschen bestehen, unabhängig davon, ob diese Duldung durch körperliche Gewalt oder auf andere Weise erzwungen wird.

Initiator dieser Petition:
 Dr. Nicola Siemers, Tierklinik am Sandpfad Dr. Walla und Partner.

Die Petition wird ausdrücklich unterstützt durch:
♦ Prof. Dr. Dr. h.c. Hartwig Bostedt (Justus Liebig Universität Giessen)
♦ Dekan Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Kramer (Justus Liebig Universität Giessen)
♦ Tierklinik Haar
♦ Tierklinik Hofheim
♦ Tierklinik Heidelberg
♦ Tierklinik am Sandpfad Dr. Walla und Partner.
♦ Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V. (bpt)

Ich bedanke mich nochmal ganz herzlich für Ihre Unterschrift auf unserer Petition.

Es hat sich gezeigt, dass viele Menschen etwas bewegen können. 

Dr. Nicola Siemers

Quelle: www.tierärzte-gegen-zoophilie.de

 

Das aktuelle Tierschutzgesetz finden hier.

Und die Tierschutz-Hundeverordnung finden Sie hier.

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke!

Hundewelpen und Katzenkinder sind süß und erobern Kinderherzen bekanntlich  im Sturm. Als Weihnachtsgeschenk scheinen sie deshalb ideal zu sein. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. aber warnt: Tierheime werden alle Jahre wieder mit einer Flut von Vierbeinern konfrontiert, Weihnachtsgeschenke für Kinder, die nach der ersten Euphorie den Spaß am Familienzuwachs verloren haben.

Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich“, sagt Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Sauber machen und Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn dann die Eltern nicht mitspielen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung.“

Der Tierschützer appelliert an Eltern, Kindern keine Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann, wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und die Zuständigkeiten gesprochen wurde. Die beste Zeit, sich beispielsweise einen jungen Hund ins Haus zu holen, sei ohnehin das Frühjahr. „Dann macht es einfach mehr Spaß, draußen mit dem Hund herumzutollen“, sagt McCreight und verweist auf die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits stubenreine junge Hunde – aber natürlich auch andere Vierbeiner wie Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen – sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten.

(Quelle: TASSO e.V.)

Tötungsanlage Brasov/ Stupin

Proteste im Brasover Stadtrat zeigen Wirkung

Die „Allianz gegen Missbrauch“, rumänischer Partnerverein vom Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. (bmt) und TASSO, überreichte Ende November in der Sitzung des neuen Brasover Stadtrates einen Protestbrief des bmt gegen die Wiedereröffnung der Tötungsstation Brasov/Stupin. Der Vereinsvorsitzende Claudiu Dumitriu hatte zudem 21.736 Online-Proteste von Tierfreunden im Gepäck – gesammelt vom bmt und TASSO – die ebenfalls dort überreicht wurden. Durch politische Veränderungen war dies erst jetzt möglich geworden. Außerdem wurde ein umfangreiches Dokument über die Grausamkeiten in dieser Anlage von der „Allianz gegen Missbrauch“, der FNP Nationaler Tierschutzbund Rumäniens und dem Brasover Tierschutzverein „Animals Needs Us“ vorgelegt. Die Tierschützer fordern eine strenge Bestrafung und die Entlassung des Chefs der Hundefänger, Flavius Barbulescu, dem Hauptschuldigen dieser Tierquälerei. Jedem Mitglied des Stadtrates wurden die beiden Briefe, eine DVD über die Misshandlung der Hunde in Stupin und die weiteren Dokumente übergeben, die die kriminellen Aktivitäten von Barbulescu beweisen.

Der Vorsitzende des Stadtrates Brasov machte den Vorschlag, dass in der nächsten Stadtratssitzung im Dezember diese Situation angesprochen soll und bat die Tierschützer, hierzu Vorschläge einzureichen.

Zurzeit leiden 250 abgemagerte Hunde in Brasov. Die Tierschützer nutzen momentan jede Gelegenheit,  die Tiere in der Anlage zu füttern.  Das Futter zahlt der bmt. Barbulescu versucht, dies zu verhindern. Weiterer Druck auf die Stadt ist dringend erforderlich, um den Hunden jetzt zu helfen, ihre Versorgung sicherzustellen, sie zu impfen und zu vermitteln und diese Anlage langfristig durch ein normales Tierheim zu ersetzen.
Weitere Infos unter: www.bmt-auslandstierschutz.de

(Quelle: TASSO e.V.)

Hunde in Rumänien brauchen Ihre Hilfe

Winter wird für Junghunde zur tödlichen Gefahr

TASSO und der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) sind seit vielen Jahren für die Straßentiere in Rumänien aktiv und haben gerade mehrere Kastrationsaktionen vor Ort erfolgreich abschlossen. Große Sorgen bereitet den beiden Tierschutzorganisationen vor dem bevorstehenden Winter die Situation der im Freien lebenden Hunde: Nicht nur auf der Straße sondern auch in den ungeheizten rumänischen Tierheimen kämpfen insbesondere die jungen Hunde derzeit ums Überleben. Es ist schon jetzt bitterkalt in den Karpaten. Die Nahrung ist knapp, es drohen Lungenentzündungen aufgrund der Kälte. Viele engagierte Menschen vor Ort versuchen mit kärglichen Möglichkeiten zu helfen, aber wirklich helfen kann nur die Vermittlung der ab ca. 4 Monate alten Junghunde nach Deutschland – vor Ort gibt es keine Rettung für sie.

Unterstützen Sie uns bei unserer Rettungskette: Wenn Sie sich gerade jetzt einen Hund anschaffen möchten, adoptieren Sie einen rumänischen Junghund aus dem bmt-Tierheim Pfullingen. Dadurch entsteht Platz für einen weiteren Schützling aus den Partnertierheimen, und der dort frei werdende Platz wiederum ermöglicht die Aufnahme eines weiteren Notfalles. Diese Hunde können Sie im Tierheim mit der Familie kennenlernen und schauen, ob der Vierbeiner wirklich in die Familie passt. Auch über das Online-Tierheim shelta von TASSO (www.shelta.net) können Sie sich von vielen der Vierbeiner einen ersten Eindruck machen. Einige der Vermittlungskandidaten werden zudem am 22. November um 18:15 Uhr in der SWR-Tiervermittlungssendung „Tatjanas Tiervermittlung“ vorgestellt.

Im Namen der zahlreichen Hunde danken wir Ihnen schon jetzt für Ihre Unterstützung!

(Quelle: TASSO e.V.)

Abstoßend: Lebende Bären in Berlin Mitte als Stadtwappen gehalten

TASSO tritt dem Berliner Bärenbündnis bei und fordert zum Protest auf

Der Verein Berliner Bärenfreunde hat es sich zur Aufgabe gemacht, die über 700-jährige Berliner Bärentradition zu wahren. Die Aufrechterhaltung des Bären als Wappentier von Berlin ist oberstes Ziel. Zu dieser Tradition gehört offensichtlich auch seit Jahren die Haltung zweier älterer Braunbären als lebendes Wahrzeichen der Stadt. Die Haltungsbedingungen in Gefangenschaft in einem veralteten Zwinger mitten in Berlin im Köllnischen Park sind alles andere als artgerecht, kritisiert das Berliner Bärenbündnis.

14 Stunden am Tag müssen die beiden Bären Schnute und ihre Tochter Maxi  in einem Innengehege von gerade einmal 8,5m² und 11m² verbringen – aus sicherheitstechnischen Gründen. Nur während der Arbeitszeit der Tierpflegerinnen dürfen sie auf die beiden winzigen Betonplattformen, umgeben von einer mit riesigen Eisendornen gesäumten Mauer. Alu-Bierfässer, Autoreifen und ein Planschbecken sollen als Abwechslung dienen.

Auch wenn es in den letzten Jahren Bemühungen gab, die Bedingungen im Bärenzwinger zu verbessern, reichen diese nicht aus, den Bedürfnissen der Bären auch nur annähernd gerecht zu werden. Eine verhaltensgerechte Unterbringung orientiert sich an der Lebensweise der jeweiligen Tierart in freier Wildbahn. Bei Bären heißt das, dass sie in freier Wildbahn ein Territorium von bis zu 20.000 Hektar haben und so täglich leicht Strecken von mehreren Kilometern zurücklegen, dass sie dämmerungs- und nachtaktiv sind, dass sie sich bis zu 94% des aktiven Tagesverlaufs mit der Nahrungssuche beschäftigen, in der Zeit von Oktober bis April witterungsbedingt etwa zwei bis sechs Monate Winterruhe halten. Alle bisherigen Bemühungen des Bärenbündnisses, die beiden Bären kostenlos umzusiedeln und zu versorgen, scheiterten.

Das Berliner Bärenbündnis, dem TASSO angehört, um gegen die derzeitigen Haltungsbedingungen der Bären zu protestieren und sie zu befreien, braucht jetzt dringend die Unterstützung aller Tierfreunde. Gefordert wird die Umsiedlung von Schnute und Maxi. Das Bärenbündnis übernimmt dabei die Kosten. Bitte helfen Sie uns, geben Sie Schnute und Maxi Ihre Stimme, damit sie die letzten Jahre ihres Lebens würdig verbringen können. Hier geht es zum Protestformular:  http://baerenzwinger-berlin.de/wp/aufrufe/

(Quelle: TASSO e.V.)

Reisen mit Heimtieren in der EU

Tierschützer fallen durch juristisches Raster    

Wenn sich nicht schnell und massiv etwas an dem derzeitigen Änderungsentwurf zur „Verordnung des Europäischen Parlamentes über die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken“ ändert, dann haben ethisch motivierte Tierschützer, die  Auslandshunde nach Deutschland bringen, kaum mehr eine Chance, Hunden im Ausland zu helfen. „Der derzeitige Entwurf gilt nur für den einzelnen Tierhalter im Reiseverkehr und würde somit Tierschützer eindeutig in die Schiene des Hundehandels drängen. Das bedeutet das Aus für den Auslandstierschutz“, so Petra Zipp, Vorsitzende des Bundes gegen Missbrauch der Tiere (bmt).

Im Auftrag von TASSO und dem bmt hat der im Tierschutzrecht versierte Rechtsanwalt Dr. Konstantin Leondarakis der EU im Rahmen einer Stellungnahme Vorschläge unterbreitet, wie die Verordnung auf Tierschutztransporte angewendet werden könnte.

Eine der Hauptforderungen der Tierschützer ist eine Erweiterung der Ausnahmeregelungen für Tierschutzorganisationen, die Tiere im Ausland vor unnötigen Schmerzen, Leiden, Schäden oder sogar dem Tod bewahren, und die dabei keine gewerbliche Absicht verfolgen.

Darüber hinaus wird gefordert, dass Tierärzte, die den Heimtierausweis ausstellen, Tiere unverzüglich in einem nationalen Heimtierregister, welches Mitglied des europaweiten Netzwerkes Europetnet ist, registrieren. „Diese Maßnahme würde nicht nur zum Bürokratieabbau beitragen sondern auch den  illegalen Welpenhandel erschweren“, so Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V.

Mehr zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage: www.tasso.net/Gutachten-Tierschutz

(Quelle: TASSO e.V.)

Achtung: Wildschweine sind im Herbst besonders aktiv

Wildschweine sind in der Herbstzeit besonders aktiv, weil sie sich die Fettreserven für den Winter anfressen. So kann es durchaus sein, dass man jetzt vor allem in der Dämmerung und Dunkelheit auf die Tiere trifft. Wildschweine greifen einen Menschen in der Regel nicht an, es sei denn, sie fühlen sich bedroht oder haben Jungtiere. Sie haben ein sehr gutes Gehör und einen feinen Geruchssinn und verhalten sich eher defensiv, wenn sie einen Menschen wittern. Dennoch sollte man sich den Tieren nicht nähern. Experten empfehlen, keine hektischen Bewegungen zu machen, ruhig weiter zu gehen und sich langsam zu entfernen. Grelles Licht einer Taschenlampe ist zu meiden, da das die Tiere anlocken könnte. Unsere vierbeinigen Begleiter haben in der Regel schlechte Karten, wenn sie auf ein Wildschwein treffen. Wildschweine sind sehr schnell und wehrhaft. Die Masse eines Wildschweines würde einen Hund sofort umhauen. Wenn doch mal Gefahr droht: Trillerpfeife einsetzen.

(Quelle: TASSO e.V.)

Anhörung zur Tierschutzgesetz-Novellierung

Tierschützer protestieren vor dem Bundestag gegen das Gesetzesvorhaben

Am 17. Oktober 2012 fand im Deutschen Bundestag die öffentliche Anhörung zur Novellierung des Tierschutzgesetzes statt. Für den Bund gegen den Missbrauch der Tiere (bmt) war hierbei der renommierte Tierschutzrechtsanwalt Dr. Konstantin Leondarakis anwesend. Gleichzeitig demonstrierten die Tierschutzverbände vor dem Reichstagsgebäude gegen den vorliegenden Gesetzentwurf und forderten ein Tierschutzgesetz, das diesen Namen auch verdient, und die Tiere wirklich schützt.

Maßgebliche Diskussionspunkte während der Anhörung waren das geplante Verbot des Heißbrandes bei Pferden und der betäubungslosen Ferkelkastration ab 2017. Zahlreiche andere drängende Tierschutzprobleme wie das Verbot von Wildtieren in Zirkussen, der Auslandstierschutz, die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage oder ein Sodomieverbot kamen überhaupt nicht oder nur am Rande zur Sprache.

„Der vorliegende Gesetzentwurf führt zu keinen grundlegenden Verbesserungen für die Tiere und trägt dem im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz nur ungenügend Rechnung“, kritisiert Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO, am Rande der Protestveranstaltung. „Ein Verbot der Pelztierhaltung und ein Verbot von Tierversuchen an Menschenaffen bleibt ebenso unberücksichtigt wie eine Begrenzung von Schmerzen und Leiden in Tierexperimenten. Insgesamt lässt das Gesetzgebungsverfahren, das noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll, nur wenig für einen tatsächlichen Schutz unserer Mitgeschöpfe erwarten“, ergänzt Petra Zipp, 1. Vorsitzende des bmt.

(Quelle: TASSO e.V.)

Am 10. Oktober ist internationaler Welthundetag

Schicken Sie uns das Lieblingsbild Ihrer Fellnase!

Ob groß oder klein, Mischling oder Rassehund, ob alt oder jung, jeder Hund hat seinen ganz besonderen Charme. Mit dem internationalen Welthundetag am 10. Oktober soll daran erinnert werden, welch großartige soziale Talente Hunde haben: Sie spüren Drogen auf, orten Sprengstoff, retten Verschüttete, begleiten Blinde, therapieren Menschen, warnen Diabetiker. Wir lieben sie, weil Hunde unsere besten Freunde sein können, und es einem Hund egal ist, wer und was wir sind. Und nichts lässt das Herz mehr aufgehen als die treuen Augen eines Hundes.

Am Welthundetag möchte TASSO aber auch an alle Hunde auf Europas Straßen erinnern, denen es nicht so gut geht, und die sich nichts sehnlicher wünschen als ein liebevolles, warmes  Zuhause. Zum Welthundetag ruft TASSO daher zu einer ganz besonderen Aktion für die Straßenhunde Rumäniens auf: Schicken Sie uns das Lieblingsfoto Ihres Hundes. Für jedes eingesandte Bild investiert TASSO 1,- Euro in eine Kastrationsaktion in Rumänien. Bitte laden Sie auf der TASSO-Homepage bis zum 16. Oktober Ihr Bild hoch. Eine Auswahl der Fotos wird unter www.tasso.net/Welthundetag in einer Bildergalerie veröffentlicht.

(Quelle: TASSO e.V.)

Gerichtsverhandlung in Gera

US-Armee darf Tiere nicht verstümmeln!

Am 2. Oktober 2012 verhandelte das Verwaltungsgericht Gera die Klage der US-Armee, die in Thüringen militärische Tierversuche an lebenden Tieren durchführen wollte. Schweinen und Ziegen sollen zur Nachahmung von Kriegsverletzungen Stich- und Schnittwunden beigebracht werden, um die Versorgung von Wunden zu üben, so die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche. Bereits im Oktober 2010 hatte die US-Armee die Durchführung dieser Versuche beantragt. Das für die Genehmigung zuständige Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit lehnte den Antrag jedoch ab. Die US-Armee klagte.

Im Rahmen der Verhandlung wurden drei Sachverständige hinzugezogen, die zur Klärung der Frage beitragen sollten, ob das Training an lebenden Tieren erforderlich ist, um Soldaten für den Kriegseinsatz zu schulen. Wie ein Gerichtssprecher der Ärztevereinigung mitteilte, sind die Experten der Auffassung, dass die Qualität der Dummies so realitätsgerecht sei, dass man nicht auf Tiere zurückgreifen müsse. Das Gericht machte deutlich, dass es den Gutachtern folgen würde, woraufhin das US-Militär seine Klage zurückzog. Die Untersagensverfügung der Genehmigungsbehörde ist damit rechtskräftig und die geplanten Militärtierversuche dürfen nicht durchgeführt werden.

Zunächst hatte die US-Armee in Deutschland vor, auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr in der Oberpfalz Tieren mit Messern schwere Verletzungen zuzufügen, um diese dann zu Übungszwecken im Rahmen der Sanitätsausbildung zu behandeln. Der Verein Ärzte gegen Tierversuche und andere Tierrechtsverbände hatten zu Protesten aufgerufen, um die Öffentlichkeit über das grausame Vorhaben, das unter strengster Geheimhaltung hätte stattfinden sollen, zu informieren. Die zuständige Behörde, die Regierung der Oberpfalz, verwehrte im Juli 2010 die Genehmigung, da die Experimente gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

(Quelle: TASSO e.V.)

Welttierschutztag am 4. Oktober

Was bringt die bevorstehende Novellierung des Tierschutzgesetzes?

Seit 10 Jahren hat Deutschland den Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Tierschützer stellen in Anbetracht der bevorstehenden Novellierung des Tierschutzgesetzes die Frage, ob dieses Gesetz in der Lage ist, Tiere wirklich zu schützen. Am Mittwoch, den 17. Oktober 2012 befasst sich der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Bundestages in einer öffentlichen Anhörung mit Fragen zur Novellierung des Tierschutzgesetzes.
TASSO und der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) kritisieren an der geplanten Novellierung des Tierschutzgesetzes unter anderem die geplante neue Erlaubnispflicht für die Einfuhr, Verbringung oder Vermittlung von Tieren aus dem Ausland. In der Konsequenz würde der ethisch motivierte Auslandstierschutz dem gewerblichen Handel mit Tieren gleichgesetzt. Dagegen regt sich seit geraumer Zeit Widerstand seitens Tierschützer und Tierschutzorganisationen. Die Novellierung hätte fatale Folgen für alle Tierheime, Tierschutzorganisationen und Tierschutzvereine.  „Kommt es zur Verabschiedung des Entwurfs, würde das eine Gleichstellung des seriösen Tierschutzes mit unseriösen Hundehändlern bedeuten.“ so Philip McCreight von TASSO.

Solange Hunde auf den Straßen Süd- und Osteuropas ein erbarmungswürdiges Leben führen, staatlich bestellte Hundefänger Jagd auf sie machen und die gefangenen Tiere unter entsetzlichen Bedingungen in Auffangstationen verenden, werden wir diesen Tieren zur Seite stehen“, sagt die Vorsitzende des bmt, Petra Zipp.

Gemeinsam mit dem Bund gegen Missbrauch der Tiere hat TASSO schon vor Jahren die Kampagne „Wühltischwelpen – Nein Danke“ gestartet und über 50.000 Unterschriften an Bundesministerin Ilse Aigner überreicht. Bisher offensichtlich umsonst. Der Anhörung am 17. Oktober wird sowohl der bmt als auch TASSO beiwohnen.

(Quelle: TASSO e.V.)

Tierexperimente der Bundeswehr ...

Jährlich sterben hunderte Tiere im Namen der Wissenschaft!

Es wird inzwischen nicht mehr verheimlicht sondern offen zugegeben: Experimente mit Tieren finden auch bei der Bundeswehr statt oder werden durch diese in Auftrag gegeben. Mehrere hundert Nager, Mäuse, Affen, Schweine  und Kaninchen seien es Jahr für Jahr, so die Osnabrücker Zeitung, die sich auf Berichte des Verteidigungsministeriums beruft. Die Forschung diene der Gesundheitsvorsorge der Soldaten, so das Verteidigungsministerium. Offensichtlich werden an den Tieren auch gefährliche Erreger wie die Pocken-Viren getestet, die schwere Infektionskrankheiten auslösen können.

(Quelle: TASSO e.V.)

Hundeführerschein in Berlin: Hang zum Leinenzwang

Dazu ein weiterer Artikel des Tagesspiegel vom 19.08.2012 von Christoph Stollowsky

Hundeführerschein in Berlin: Hang zum Leinenzwang

Berlin will den Hundeführerschein, andere Bundesländer haben ihn längst. Man puzzelt noch an Fragen: Nachweispflicht für die ganze Familie? Test auch für kleine Rassen? Und: Wie gut müssen Prüfer sein?

Der Hamburger Hundetrainer Bernd Grabau freut sich über die neuesten Nachrichten aus der Berliner Hundeszene. Dass voraussichtlich auch Hundehalter in der Hauptstadt bald einen „Hundeführerschein“ machen müssen, wenn sie ihre Lieblinge frei laufen lassen wollen, findet er „ganz prima“. Grabau weiß, warum Vertrauen gut, Kontrolle aber besser ist. In seiner Hundeschule in der Hansestadt bringt er seit sechs Jahren Menschen bei, wie sie ihr Haustier konsequent erziehen und unter Kontrolle behalten. Seit einiger Zeit wird sein Kundenkreis immer größer.

Seit 2007 müssen Hunde in Hamburg generell an der L eine laufen, es sei denn, sie haben mit ihren Besitzern eine Hundeschule besucht und eine Gehorsamkeitsprüfung bestanden. Dann bekommen sie den begehrten gelben Ausweis, die Befreiung von der Leinenpflicht, kurz: den Hundeführerschein. Auf ähnliche Weise will auch Berlins Senat die Hundehalter künftig mehr „in die Verantwortung nehmen“. Die Zahl der Bissattacken und Vorfälle, bei denen Hunde Passanten aggressiv anspringen, hat sich zwar in Berlin seit 2000 in etwa halbiert, 2011 waren es noch 711 Fälle – aber die rot-schwarze Koalition, Tierschützer sowie etliche Hundehalterverbände wollen dennoch „den moralisch-öffentlichen Druck verstärken“, so ein Sprecher des Tierschutzvereines. Das Problem sieht er eher am oberen Ende der Leine. Man müsse mehr Halter dazu bewegen, sich intensiv mit ihrem Hund zu beschäftigen – auch im Sinne des Tierschutzes. „Schließlich ist ein unerzogenes Tier nicht nur gefährlich für seine Umgebung, sondern bringt s ich selbst in Not, wenn es etwa auf die Straße rennt.“

Letztlich gehe es bei der angestrebten neuen Regelung „um ein besseres Zusammenleben von Menschen mit und ohne Hund“, sagt Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU), politisch zuständig für die 108 299 angemeldeten plus 40 000 Dunkelzifferhunde in Berlin. Heilmann will auf dem Weg zu einem überarbeiteten Hundegesetz, zu dem auch der Führerschein gehören soll, aber erst einmal einen Meinungsaustausch rund um den Hund anstoßen. Ein „bürgernahes Verfahren“ mit Foren und Kommissionen. Er nennt das „Bello-Dialog“. Ein erstes Konzept für den Hundeführerschein haben Berliner Amtsveterinäre im Herbst 2011 erarbeitet. Dazu gehört nach Hamburger Vorbild die generelle Leinenpflicht, von der man sich und Bello durch die Gehorsamkeitsprüfung befreien kann. Es sind aber noch viele Fragen offen. Soll die Regelung für Hunde aller Größen gelten – vom Chihuahua bis zur Dogge – oder nur für Rassen ab mittlerer Schult erhöhe? Soll man Halter, die ihr Tier schon längere Zeit besitzen, von den Auflagen befreien? Und wie geht man mit Familien um? Muss jedes einzelne Mitglied die Prüfung mit de m Hund absolvieren oder reicht ein einzelner Durchgang eines Verantwortlichen? Wie werden die Prüfer zertifiziert, mit welchen Kosten müssen die Halter rechnen, und ist eine effektive Kontrolle überhaupt möglich? Die Streifen der Berliner Ordnungsämter sind ja schon mit der Ahndung der Tretminensünder völlig überfordert.

Der Hundeführerschein hat sich in Hamburg bewährt

„Nur nicht in allzu viel Bürokratie verheddern“, warnen Skeptiker. Umso aufmerksamer schauen sie auf die Hamburger Erfahrungen sowie nach Niedersachsen, dessen 2011 verabschiedetes Hundegesetz einen Hundeführerschein vorsieht. Allerdings tritt diese Neuregelung erst ab März 2013 in Kraft, und sie ist nicht mit der Leinenpflicht verbandelt: Wer sich in Niedersachsen künftig einen Hund anschafft, muss auf jeden Fall die Prüfung bestehen – auch falls er das Tier gar nicht von der Strippe lassen will. Kleine Hunde haben in beiden Ländern keinen Freibrief als Freigänger, weil mancher Dackel oder Terrier eben rascher zubeißt als ein Retriever. Das beweist auch die Berliner Bissstatistik. Nur alte und kranke Hunde sind ausgenommen.

Ansonsten ist Hamburg noch etwas strenger als das zweitgrößte deutsche Bundesland: An der Elbe müssen auch langjährige Hundehalter zum Prüfer, in Niedersachsen sind Halter befreit, die seit zwei Jahren ein Tier besitzen, das nicht auffällig geworden ist. Und in Hamburg gilt der Schein für den jeweiligen Erwerber. Nur er darf den Hund, den er vorgeführt hat, von der Leine lassen. Es sei denn, die ganze Familie hat den Test abgelegt. Den Gesetzgebern in Hannover reicht ein Führerschein für die Familie. Nur einer muss ihn erwerben, Mutter oder Vater tragen die Verantwortung für alle Gassigeher. Wer zur Prüfung will, muss zuvor in beiden Ländern nachweisen, dass sein Hund versichert ist und einen implantierten Mikrochip mi t den Angaben zum Besitzer unter der Haut trägt. Bei den Prüfungen geht es auf Bürgersteigen, vor U-Bahnhöfen oder Kitas quer durchs Hundeknigge. Sitz! Platz! Bleib! Steh! Komm! Nicht auf entgegenkommende Passanten, Jogger oder Radler zuspringen, in einer Menschengruppe bei Fuß bleiben, nur auf Kommando über die Straße laufen. Auch die sogenannte Leinenführigkeit wird getestet: Ein Tier, das zerrt, bekommt Minuspunkte. Bei all dem achten die Prüfer auch auf das Wesen des Hundes und die Art, wie die Halter mit ihm umgehen. Auch die Menschen werden benotet. Wer übertrieben hart kommandiert, kann durchfallen. Um all das zu trainieren, sollte ein Benimmkurs in einer Hundeschule mindestens 20 bis 30 Stunden umfassen. Kosten: 300 bis 400 Euro inklusive Prüfgebühr. Die Prüfer brauchen in beiden Ländern ein Zertifikat. Sie müssen ihre Qualifikation vor Amtsveterinären nachweisen.

Der Hundeführerschein hat sich in Hamburg offenbar gut bewährt. Bis Ende 2011 wurden 22 500 Scheine ausgestellt, knapp die Hälfte aller Halter hat Schulungen besucht. Ein Anteil, von dem Berlin Schätzungen zufolge noch weit entfernt ist. Der gesetzliche Druck brachte viel in Bewegung, obwohl Hamburgs Ordnungshüter genauso wenig kontrollieren wie ihre Berliner Kollegen. „Hier ist der Hundeverstand so verbreitet wie noch nie“, sagen Hundetrainer an der Elbe. Dennoch hält Hamburg – im Gegensatz zu Berlin – an der umstrittenen Rasseliste für gefährliche Kampfhunde fest. Kritik am Hundeführerschein? „Es gibt in Hamburg eine Inflation neuer Hundeschulen, darunter sind unqualifizierte, die nur schnelles Geld machen wollen“, sagen Szenekenner. Und: Die Prüfungen seien nur Momentaufnahmen. Hunde vergessen rasch. „Wer nicht ständig übt, ist bald wieder mit einem Raudi unterwegs.“

 

 

Senat beginnt mit Bello-Dialog

Beim neuen Hundegesetz sollen die Bürger mitentscheiden

Vor der Überarbeitung des Berliner Hundegesetzes plant der Berliner Senat einen offenen Dialog mit den Bürgern. Dieser Dialog soll zum ersten Anwendungsfall für die Grundsätze bürgerschaftlicher Mitverantwortung werden, die von der Stiftung Zukunft Berlin entwickelt wurden. Die Grundsätze folgen dem Anspruch, dass eine neue Kultur in der Zusammenarbeit von Gesellschaft und Entscheidern notwendig ist und dass Bürger frühzeitig und nach festgelegten Regeln in der Vorbereitung von Entscheidungen mitwirken müssen. So soll vor allem ein fairer Umgang mit den Erfahrungen und den Positionen der Menschen gewährleistet werden, bevor von der Politik etwas entschieden wird. Das Ziel ist eine echte gemeinsame Entscheidungsvorbereitung.

Die Stiftung Zukunft Berlin wird mit Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) den sogenannten Bello-Dialog begleiten. Bello ist die Abkürzung für Berliner Landesleinenordnung, wie das Hundegesetz auch genannt wird. „Gewährsleute“ begleiten den Start des Prozesses und seinen Verlauf. Unter www.berlin.de/hundegesetz-forum können Bürger mitdiskutieren und ihre Anregungen äußern. Alle Kommentare sind einsehbar.

Quelle: Berliner Woche vom 22.08.2012